Liebe Feenturm-Community,
heute möchten wir ganz offen mit euch über ein Thema sprechen, das uns schon länger beschäftigt: Wie sollen wir künftig mit Vorbestellungen für besonders begehrte Sammelkarten-Produkte umgehen?
Wir möchten eure ehrliche Meinung hören und verstehen, was euch bei einer Vorbestellung wirklich wichtig ist.
Denn am Ende bieten wir diese Produkte für euch an – und natürlich möchten wir, dass ihr mit dem Feenturm und unserem Umgang mit Vorbestellungen glücklich seid.
Warum wir überhaupt so früh Vorbestellungen anbieten
Zwischen der Ankündigung eines neuen Produkts und seinem Erscheinungstermin liegen häufig mehrere Monate. Viele von euch möchten sich begehrte Artikel frühzeitig sichern – möglichst zu einem regulären und fair kalkulierten Preis.
Gleichzeitig müssen auch wir unsere Bestellungen bei den Lieferanten sehr früh abgeben. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich allerdings noch nicht zuverlässig einschätzen, wie groß das tatsächliche Interesse an einem Produkt sein wird.
Je länger wir mit unserer eigenen Bestellung warten, desto kleiner wird der noch verfügbare Warenpool. Andere Händler haben ihre Mengen dann bereits reserviert, Kontingente wurden verteilt und zusätzliche Ware ist häufig gar nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt erhältlich.
Wir können umgekehrt aber auch nicht auf eigenes Risiko sehr große Mengen bestellen und erst Monate später durch einen Vorverkauf herausfinden, ob dafür überhaupt genügend Nachfrage besteht. Fällt das Interesse geringer aus als erwartet, bleiben wir auf erheblichen Warenbeständen und Kosten sitzen.
Der frühe Vorverkauf erfüllt deshalb eine wichtige Funktion: Er zeigt uns rechtzeitig, wie groß eure Nachfrage ist, während wir unsere Bestellungen bei den Lieferanten noch anpassen oder zusätzliche Mengen anfragen können.
Trotz sorgfältiger Planung bleiben Zuteilungen möglich
Trotzdem kommt es gerade bei besonders begehrten Produkten immer wieder vor, dass Hersteller oder Großhändler ihre ursprünglich angekündigten Mengen nachträglich reduzieren. Dann erhalten wir weniger Ware als erwartet – manchmal sogar deutlich weniger.
Wir können sorgfältig planen, bei mehreren Lieferanten bestellen und transparent über mögliche Zuteilungen informieren. Wir können aber leider keine Ware versenden, die uns selbst nicht geliefert wird.
Deshalb weisen wir auf den betroffenen Produktseiten bereits vor der Bestellung ausdrücklich darauf hin:
„Bitte beachte: Die tatsächliche Lieferzeit kann vom angegebenen Verfügbarkeitsdatum abweichen. Eine Lieferung kann nicht garantiert werden, da es zu Zuteilungen durch den Hersteller kommen kann.“
Wenn eine Bestellung nicht wie geplant erfüllt werden kann, bieten wir verschiedene Möglichkeiten an: auf eine mögliche Nachlieferung warten, auf andere Ware wechseln oder die Bestellung stornieren und den vollständigen Kaufpreis zurückerhalten.
Uns ist trotzdem bewusst, dass keine dieser Möglichkeiten die Enttäuschung vollständig beseitigt, wenn man sich lange auf ein bestimmtes Produkt gefreut hat.
Ein Zielkonflikt, den wir nicht vollständig auflösen können
Bei Vorbestellungen stehen wir immer wieder vor demselben „Entweder-oder“:
Bestellen wir sehr früh, haben wir eine bessere Chance auf ausreichende Mengen und können auf Grundlage der regulären Einkaufskonditionen fair kalkulieren. Zu diesem Zeitpunkt kennen wir die tatsächliche Nachfrage aber noch nicht.
Warten wir länger, können wir das Interesse besser einschätzen. Gleichzeitig wird der verfügbare Warenpool immer kleiner und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass wir noch die gewünschten Mengen erhalten.
Fragen wir die Nachfrage frühzeitig über Vorbestellungen ab, können wir unsere eigenen Bestellungen besser daran ausrichten. Es bleibt aber trotz sorgfältiger Planung das Risiko bestehen, dass Hersteller oder Lieferanten die zuvor angekündigten Mengen später reduzieren.
Kaufen wir erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbare Rest- oder Zusatzmengen ein, werden diese außerdem häufig nur noch zu deutlich höheren Konditionen angeboten. Entsprechend müssten wir auch unsere Endkundenpreise anpassen und könnten die Produkte nicht mehr zu den Preisen einer frühen Vorbestellung anbieten.
Mehr Liefersicherheit hätte daher gleich mehrere Folgen: Wir könnten voraussichtlich weniger Ware anbieten, weniger Kunden hätten überhaupt die Möglichkeit zu bestellen und die Produkte könnten deutlich teurer werden.
Welche Möglichkeit bevorzugt ihr?
Aus unserer Sicht gibt es drei grundsätzliche Wege:
1. Frühe Vorbestellungen wie bisher
Wir bieten Produkte mehrere Monate vor dem Release auf Grundlage der angekündigten Kontingente und zu einem früh kalkulierten Preis an.
Ihr könnt euch die gewünschten Artikel frühzeitig sichern. Bei einer nachträglichen Herstellerzuteilung können Verzögerungen oder im schlimmsten Fall Stornierungen jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
2. Spätere Vorbestellungen
Wir warten mit dem Verkaufsstart, bis unsere Liefermengen verbindlicher feststehen.
Das würde die Unsicherheit für bereits angenommene Bestellungen reduzieren. Weil der verfügbare Warenpool zu diesem Zeitpunkt aber bereits deutlich kleiner ist, könnten wir voraussichtlich wesentlich weniger Ware anbieten. Je nach den dann verfügbaren Einkaufskonditionen könnte außerdem ein höherer Verkaufspreis notwendig werden.
3. Verkauf ausschließlich nach dem Wareneingang
Wir bieten besonders begehrte Produkte erst an, wenn sie tatsächlich bei uns im Lager stehen.
Damit wäre die angebotene Menge sicher verfügbar. Langfristige Reservierungen wären dann allerdings nicht mehr möglich. Stark limitierte Produkte könnten innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sein, und der Verkaufspreis müsste anhand der tatsächlichen Beschaffungskosten und der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Marktsituation kalkuliert werden.
Jetzt seid ihr gefragt
Wir möchten nicht einfach über eure Köpfe hinweg entscheiden, sondern eure Gedanken und Beweggründe kennenlernen:
- Welches der drei Modelle würdet ihr bevorzugen?
- Was ist euch wichtiger: eine frühe Bestellmöglichkeit zu einem möglichst fairen Preis oder eine möglichst sichere Lieferung?
- Wie sollte aus eurer Sicht eine faire Lösung aussehen, wenn ein Hersteller nachträglich weniger Ware liefert als angekündigt?
- Welcher Hinweis wäre für euch notwendig, damit das mögliche Zuteilungsrisiko vor einer Bestellung vollkommen verständlich ist?
- Habt ihr vielleicht eine bessere Idee, an die wir bisher noch gar nicht gedacht haben?
Schreibt uns eure Meinung gerne per E-Mail an info@feenturm.de mit dem Betreff „Feedback zu Vorbestellungen“.
Bitte nutzt diese Möglichkeit ausschließlich für eure grundsätzliche Meinung zu unserem zukünftigen Vorbestellmodell. Individuelle Fragen zu bestehenden Bestellungen können wir im Rahmen dieser Auswertung leider nicht beantworten.
Gemeinsam zu einer guten Lösung
Wir wissen, dass hinter jeder Vorbestellung Vorfreude, Vertrauen und häufig auch ein erheblicher Geldbetrag stehen. Dieses Vertrauen nehmen wir sehr ernst.
Gleichzeitig möchten wir euch weiterhin die Chance geben, begehrte Produkte frühzeitig und zu fairen Preisen zu erhalten. Eine Lösung, die gleichzeitig früh, günstig, vollständig planbar und garantiert lieferbar ist, wird es bei stark limitierten Produkten leider nicht immer geben.
Aber vielleicht finden wir gemeinsam einen Weg, der für den größten Teil unserer Community fair, verständlich und transparent ist.
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt und uns mit eurem Feedback helft, den Feenturm ein kleines Stück besser zu machen. 💚
Eure Feen